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Der Chor


Das Collegium vocale Bochum ging 1991 aus dem Universitäts-Kammerchor hervor und besteht aus Mitgliedern des Universitätschores und anderen ausgewählten Stimmen. Intensive chorische Stimmbildung (bei Mechthild Jaskulsky) ist wichtiger Bestandteil der Probenarbeit und formt aus dem Collegium vocale einen homogenen und flexiblen Klangkörper. Zum vielfältigen Repertoire dieses Esembles gehört vor allem anspruchsvolle a cappella-Musik unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen, die chorisch und auch solistisch aus den eigenen Reihen besetzt werden. Der Chor präsentiert sich in regelmäßigen Konzerten in Bochum und Umgebung, aber auch auf Konzertreisen im In- und Ausland.

Das Collegium instrumentale Bochum ist ein teilweise durch Bläser ergänztes Streichorchester, das 1991 aus dem Universitäts-Kammerorchester hervorging. Die Mitglieder des Ensembles stammen zum Teil aus dem Orchester der Ruhr-Universität und haben bisher in Bochum und anderen Städten der Region, aber auch auf Reisen, Werke verschiedenster Besetzungen und Epochen präsentiert. Zum Repertoire gehören neben Orchesterwerken auch Solokonzerte, die z.T. mit aus dem Ensemble stammenden Solisten aufgeführt werden. Regelmäßig finden an der Ruhr-Universität Werkstattkonzerte statt, wo dem Publikum mit Werkeinführungen und Klangbeispielen die Stücke vorgestellt werden. Aus den Reihen des Collegium instrumentale Bochum finden sich auch immer wieder kleinere Musiziergruppen (Streichquartette, Bläserensembles etc.) zusammen, die z.B. bei akademischen Feiern an der Universität verpflichtet werden.

Zusammen erarbeiten beide Collegien auch Werke aus dem oratorischen Bereich, so z.B. die Johannes-Passion von J.S. Bach oder das Mozart-Requiem, die dann auch auf Konzertreisen in Prag (1993) und Israel (1994) aufgeführt wurden. Im Dezember 1996 fand eine Aufführung aller 6 Kantaten des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach in Bochum statt. 1997 steht das Requiem von Maurice Duruflé auf dem Programm mit Konzerten in Bochum, Wuppertal, Düsseldorf und Moers. Im Oktober 1997 fand eine Konzertreise nach Italien (Padua und Parma) statt. Hierfür wurde ein Programm mit Werken von Franz Schubert, Anton Bruckner und Heinrich Poos vorbereitet. Im Februar/März 1998 gab es eine Aufführungsserie mit den "Musikalischen Exequien" von Heinrich Schütz als Hauptwerk. Im September 1998 wurde die neue grosse Konzertorgel im Auditorium maximum eingeweiht. Für diesen Anlass studierte das Collegium vocale Bochum "Laudes Organi" von Zoltán Kodálij ein. Im Bach-Jubiläumsjahr 2000 stand die h-Moll-Messe mit zahlreichen Aufführungen auf dem Programm der beiden Collegien.

Im Jahr 1996 nahm das Collegium vocale Bochum mit einem geistlichen a cappella-Programm am Festival "Gaude Mater" in Tschenstochau (Polen) teil. Im gleichen Jahr wurde eine CD mit geistlicher Chormusik aus vier Jahrhunderten ("... den meine Seele liebet") aufgenommen. In den Jahren seines Bestehens hat sich der Chor ein umfangreiches und vielseitiges Repertoire erarbeitet. Zum Jahresende 2000 ist eine weitere CD auf den Markt gekommen, die als Hauptwerk die "Missa sacra c-Moll" von Robert Schumann in der Fassung für Chor und Orgel enthält.

Im Jahr 2002 konnte der Chor auf eine Reihe von internationalen Begegnungen und Konzertreisen zurückblicken. Im Mai nahm der Chor als einziges deutsches Ensemble am Internationalen Chorfestival "Cittá di Bologna" in Bologna/Italien teil. Zwei Auftritte mit einem exquisiten a cappella-Programm begeisterten dort Gastgeber und Publikum. Beim renommierten Flandern-Festival in Tongeren/Belgien wartete das Collegium vocale Bochum, begleitet von den Bergischen Symphonikern, mit zwei chorsymphonischen Highlights auf: den "Requien" von Wolfgang Amadeus Mozart und Maurice Duruflé. Auch hier wusste das Ensemble in der gut besuchten gothischen Kathedrale von Tongeren Medien, Fachleute und Zuhörer zu überzeugen. Im Oktober schließlich fand eine 9-tägige Konzertreise ins Baltikum statt. Mit einem anspruchsvollen Chor-/Orgelprogramm machten sich die Musiker auf den Weg, um dort in Konzerten in Tallinn (Estland), Riga, Liepaja und Cesis (Lettland) aufzutreten. Im Gepäck waren die "Missa sacra" von Robert Schumann, das "Ave Maria" von Heinrich Poos und das "Requiem" von Maurice Duruflé.

Das Jahr 2003 begann mit 3 Aufführungen von Bachs "Johannes-Passion" in Ratingen, Bochum und Hattingen im März. Im Mai nahm das Collegium vocale Bochum mit Erfolg am Leistungssingen des Sängerbundes NRW teil. Im November fand eine Tournee durch verschiedene Ruhrgebietsstädte statt. Das traditionelle Weihnachtskonzert im Audimax wurde vom Collegium vocale gemeinsam mit dem Collegium instrumentale Bochum gestaltet. Zur Aufführung kam u.a. die "Weihnachtshistorie" von Heinrich Schütz.

Beim Bundesleistungssingen des Sängerbundes NRW errang das Collegium vocale Bochum im Mai 2004 den Titel "Meisterchor". Im Sommer 2004 wurde Händels "Messiah" in Bochum, Bramsche und Hattingen aufgeführt. Ein Choraustausch mit den SFSU Chamber Singers führte das Ensemble im August/September nach San Francisco (USA), wo zwei Programme mit weltlicher und geistlicher Chormusik präsentiert wurden. Im Oktober nahm der Chor mit einem Konzert am 4. Internationalen Chorfestival Ruhr "a cappella" teil. Beim Weihnachtskonzert im Audimax erklang in diesem Jahr das "Magnificat" von Johann Sebastian Bach.

Auch im Jahr 2005 sang das Collegium vocale Bochum sowohl weltliche als auch geistliche Programme im Rahmen verschiedener Konzerte im Ruhrgebiet, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Im Dezember wurden gemeinsam mit dem Collegium instrumentale Bochum alle 6 Kantaten des "Weihnachtsoratoriums" von J. S. Bach aufgeführt. 2006 stand ganz im Zeichen von Claudio Monteverdis "Marien-Vesper", die im Dom von Xanten, in der Lamberti-Kirche in Münster und im Bochumer Audimax aufgeführt wurde. 2007 schlossen sich weitere Aufführungen in Bochum und Recklinghausen an. 

Das Hauptwerk, das im Jahr 2008 einstudiert und in Bochum und Frankfurt zum 100. Todestag des Komponisten aufgeführt wurde, war die 'Lukas-Passion' von Kurt Hessenberg.

2010 stand eine Wiederaufnahme der 'Marien-Vesper' und gemeinsam mit dem Collegium instrumentale Bochum eine Aufführung von Händels 'Messias' auf dem Programm. Außerdem beteiligte sich der Chor im Rahmen von Ruhr 2010 mit einem Wandelkonzert in Essen-Werden am 'Sing-Day of Song'. 

Die Konzertreise nach Costa Rica war einer der Höhepunkte im Jahr 2011. Das Collegium vocale Bochum und das Collegium instrumentale Bochum gaben dort gemeinsam mit dem Chor 'El Café Chorale' aus San José gemeinsame Konzerte  mit einem Bach-Programm und zeitgenössischen Werken von Heinrich Poos in San José, Sarapiqui und Nicoya.  Im Herbst ist eine weitere Reise mit Konzerten in der Leipziger Thomaskirche, der Nikolaikirche und in Bochums Partnerstadt Nordhausen am Harz geplant. 2012 soll dann im Frühjahr die Matthäus-Passion von J. S. Bach in Bochum, Soest und Köln erklingen. In der zweiten Jahreshälfte steht dann Bruckners Messe in e-Moll im Zentrum der Arbeit.

Individuelle Vorbereitung und kontinuierliche Chorarbeit formen aus dem Collegium vocale Bochum einen Klangkörper mit internationalem Renommee.

 

Probenmodus

Die geplanten Projektphasen des Chores werden für das jeweils kommende Jahr bekannt gegeben. Vor jeder Phase wird die Teilnahme abgefragt. Es ist also durchaus möglich, bei einem Projekt einmal auszusetzen, wenn man voraussehen kann, dass man die Werkerarbeitung und die Termine nicht schafft. Wer aber zusagt, verpflichtet sich, bei allen Proben und Aufführungen eines Projektes mitzumachen.

Vor den verbindlichen Gesamtproben studiert jede Sängerin und jeder Sänger seine Stimme ein. Dies kann in persönlicher Heimarbeit geschehen, in gemeinsamen Registerproben und/oder in freiwilligen Gesamtproben. (Diese Proben finden in der Regel dienstagabends statt.)   

Danach nimmt jede Sängerin und jeder Sänger vor dem anstehenden Projekt an einer verbindlichen Einzelprobe mit dem Dirigenten teil

Vor den Konzerten finden dann verbindliche Gesamtproben (dienstags), Probenwochenenden und die  Generalprobe statt.

Sänger und Sängerinnen mit Chorerfahrung sind herzlich eingeladen, sich um einen Vorsingtermin zu bewerben. Kontakt: UMD Prof. Dr. Hans Jaskulsky, Tel. 0234/850342 oder MZ-Büro 0234/32-22800.

 

Die anspruchsvollen und aufwendigen Projekte werden finanziell vom Förderkreis collegium vocale bochum e.V. unterstützt.

©2004 www.collegium-vocale-bochum.de    Zuletzt geladen: 2012-02-05 20:56:37