Der ChorIm Jahr 1996 nahm das collegium vocale mit einem geistlichen a cappella-Programm am Festival "Gaude Mater" in Tschenstochau (Polen) teil. Im gleichen Jahr wurde eine CD mit geistlicher Chormusik aus vier Jahrhunderten ("... den meine Seele liebet") aufgenommen. In den Jahren seines Bestehens hat sich der Chor ein umfangreiches und vielseitiges Repertoire erarbeitet. Zum Jahresende 2000 ist eine weitere CD auf den Markt gekommen, die als Hauptwerk die "Missa sacra c-Moll" von Robert Schumann in der Fassung für Chor und Orgel enthält.
Das collegium instrumentale der Ruhr-Universität Bochum ist ein teilweise durch Bläser ergänztes Streichorchester, das 1991 aus dem Universitäts-Kammerorchester hervorging. Die Mitglieder des Ensembles stammen zum Teil aus dem Orchester der Ruhr-Universität und haben bisher in Bochum und anderen Städten der Region, aber auch auf Reisen, Werke verschiedenster Besetzungen und Epochen präsentiert. Zum Repertoire gehören neben Orchesterwerken auch Solokonzerte, die z.T. mit aus dem Ensemble stammenden Solisten aufgeführt werden. Regelmäßig finden an der Ruhr-Universität Werkstattkonzerte statt, wo dem Publikum mit Werkeinführungen und Klangbeispielen die Stücke vorgestellt werden. Aus den Reihen des collegium instrumentale finden sich auch immer wieder kleinere Musiziergruppen (Streichquartette, Bläserensembles etc.) zusammen, die z.B. bei akademischen Feiern an der Universität verpflichtet werden.
Zusammen erarbeiten beide collegien auch Werke aus dem oratorischen Bereich, so z.B. die Johannes-Passion von J.S. Bach oder das Mozart-Requiem, die dann auch auf Konzertreisen in Prag (1993) und Israel (1994) aufgeführt wurden. Im Dezember 1996 fand eine Aufführung aller 6 Kantaten des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach in Bochum statt. 1997 steht das Requiem von Maurice Duruflé auf dem Programm mit Konzerten in Bochum, Wuppertal, Düsseldorf und Moers. Im Oktober 1997 fand eine Konzertreise nach Italien (Padua und Parma) statt. Hierfür wurde ein Programm mit Werken von Franz Schubert, Anton Bruckner und Heinrich Poos vorbereitet. Im Februar/März 1998 gab es eine Aufführungsserie mit den "Musikalischen Exequien" von Heinrich Schütz als Hauptwerk. Im September 1998 wurde die neue grosse Konzertorgel im Auditorium maximum eingeweiht. Für diesen Anlass studierte das collegium vocale "Laudes Organi" von Zoltán Kodálij ein. Im Bach-Jubiläumsjahr 2000 stand die h-Moll-Messe mit zahlreichen Aufführungen auf dem Programm der beiden collegien.
Im Jahr 2002 konnte der Chor auf eine Reihe von internationalen Begegnungen und Konzertreisen zurückblicken. Im Mai nahm der Chor als einziges deutsches Ensemble am Internationalen Chorfestival "Cittá di Bologna" in Bologna/Italien teil. Zwei Auftritte mit einem exquisiten a cappella-Programm begeisterten dort Gastgeber und Publikum. Beim renommierten Flandern-Festival in Tongeren/Belgien wartete das collegium vocale bochum, begleitet von den Bergischen Symphonikern, mit zwei chorsymphonischen Highlights auf: den "Requien" von Wolfgang Amadeus Mozart und Maurice Duruflé. Auch hier wusste das Ensemble in der gut besuchten gothischen Kathedrale von Tongeren Medien, Fachleute und Zuhörer zu überzeugen. Im Oktober schließlich fand eine 9-tägige Konzertreise ins Baltikum statt. Mit einem anspruchsvollen Chor-/Orgelprogramm machten sich die Musiker auf den Weg, um dort in Konzerten in Tallinn (Estland), Riga, Liepaja und Cesis (Lettland) aufzutreten. Im Gepäck waren die "Missa sacra" von Robert Schumann, das "Ave Maria" von Heinrich Poos und das "Requiem" von Maurice Duruflé. Die Orgel spielte Prof. Torsten Laux, Dozent an der Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Ermöglicht wurde diese Reise durch Mittel der Ruhr-Universität Bochum, des Deutschen Musikrates und der NordLB.
Das Jahr 2003 begann mit 3 Aufführungen von Bachs "Johannes-Passion" in Ratingen, Bochum und Hattingen im März. Im Mai nahm das collegium vocale mit Erfolg am Leistungssingen des Sängerbundes NRW teil. Im November fand eine Tournee durch verschiedene Ruhrgebietsstädte statt. Das traditionelle Weihnachtskonzert im Audimax wurde ebenfalls vom collegium vocale mitgestaltet. Zur Aufführung kam u.a. die "Weihnachtshistorie" von Heinrich Schütz.
Beim Bundesleistungssingen des Sängerbundes NRW errang das collegium vocale im Mai 2004 den Titel "Meisterchor". Im Sommer 2004 wurde Händels "Messiah" in Bochum, Bramsche und Hattingen aufgeführt. Ein Choraustausch mit den SFSU Chamber Singers führte das Ensemble im August/September nach San Francisco (USA), wo zwei Programme mit weltlicher und geistlicher Chormusik präsentiert wurden. Im Oktober nahm der Chor mit einem Konzert am 4. Internationalen Chorfestival Ruhr "a cappella" teil. Beim Weihnachtskonzert im Audimax erklang in diesem Jahr das "Magnificat" von Johann Sebastian Bach.
Auch im Jahr 2005 werden sowohl weltliche als auch geistliche Programme im Rahmen verschiedener Konzerte im Ruhrgebiet, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt.
Kontinuierliche Chorarbeit formt aus dem collegium vocale bochum einen Klangkörper mit internationalem Renommee.
Die anspruchsvollen und aufwendigen Projekte werden finanziell vom Förderkreis collegium vocale bochum e.V. unterstützt. Sänger und Sängerinnen mit Chorerfahrung sind herzlich eingeladen, sich um einen Vorsingtermin zu bewerben. Kontakt: UMD Dr. Hans Jaskulsky, Tel. 0234/850342 oder MZ-Büro 0234/32-22800.
|